Friedrichsthal zu Besuch in Villingen

Auf Einladung von Oberbürgermeister Jürgen Roth verbrachte der am Freitag vor Fasching „entmachtete“ Bürgermeister von Friedrichsthal einige Tage in der Partnerstadt Villingen-Schwenningen, um die schwäbisch-alemannische Fasnet kennenzulernen.

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In Villingen-Schwenningen beginnt die Fasnet am Dreikönigstag mit dem traditionellen „Abstauben“ der Masken („Schemen“). Wenn dann die bunten Fähnchen entlang der Straßen aufgehängt werden, steigt die Vorfreude im Ort. Ein Höhepunkt ist die Fasnetsuche am Fasnetsonntag. Dabei marschieren Züge der Glonki-Gilde durch die Innenstadt zum Bickentor, begleitet von Spielmannszug, Funkenregen und Feuerwerk. Unvergesslich sind auch die Umzüge der traditionsreichen Narrengilden mit hunderten Teilnehmern und musikalischer Begleitung. Charakteristisch für die schwäbisch-alemannische Fasnet sind die Masken („Schemen“), meist aus Lindenholz geschnitzt, sowie die immer gleichen Kostüme („Häs“). Diese Maskierung ermöglicht es, unerkannt Passanten am Straßenrand humorvoll zu necken („strählen“). Diese Tradition wurde 2014 in das UNESCO-Verzeichnis für immaterielles Kulturerbe aufgenommen.

Im Rahmen des Besuchs traf Bürgermeister Jung auch Vertreter anderer Partnerstädte. Oberbürgermeister Roth erneuerte gemeinsam mit seinen französischen Amtskollegen Patrick Genre (Pontarlier) und Carmen Semenou (La Valette du Var) im Franziskanermuseum offiziell die Städtepartnerschaften, die bereits seit 50 bzw. 60 Jahren bestehen. Anwesend waren auch Delegationen aus Zittau und Friedrichsthal.

„Das Jubiläum der Städtefreundschaften ist nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch Ansporn, neue Wege zur Vertiefung der Partnerschaften zu suchen“, so Roth. Besonders hob er die Schulpartnerschaften hervor, durch die jedes Jahr gegenseitige Besuche stattfinden. Solche Kontakte zwischen Schulen, Musikvereinen oder Feuerwehren seien das Herzstück der Partnerschaften.

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Auch Friedrichsthal wolle diese Form des Austauschs intensivieren und 2027 das 90-jährige Jubiläum der Partnerschaft entsprechend würdigen, nicht nur durch offizielle Treffen, sondern besonders durch lebendige Begegnungen zwischen Bürgern und Vereinen.

Zum Abschluss durften sich die Gäste der Partnerstädte in das Goldene Buch der Stadt Villingen eintragen, bevor sie ihren Rundgang durch die Altstadt fortsetzten.



Bildquellen

  • VS-Foto 1: Stadt Friedrichsthal

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